Panorama von Punta Fea Nera

Von Robiei zum Passo Cristallina

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Bei Bilderbuchwetter fuhren wir von San Carlo in der Val Bavona (die Täler sind im Italienischen weiblich) nach Robiei. Den Wegweisern folgend mußten wir zuerst eine Strecke auf einer der Kraftwerksstraßen gehen, bis endlich ein Wanderweg nach rechts abzweigte.

Der Höhenunterschied war nicht besonders groß, so daß es eine gemütliche Wanderung sowohl mit zunehmenden Landschaftseindrücken als auch einer reicher werdenden Alpenflora war. Beim Abendessen in der erst vor wenigen Jahren neu erbauten Capanna Cristallina konnten wir ein größeres Rudel Steinböcke beobachten, die in geringer Entfernung an der Hütte vorbeizog. Die ließen sich auch nicht stören, als einige anwesende Kinder aus der Hütte hinaustraten, um sich die Tiere genauer anzusehen.
Die Hütte ist schön und großzügig eingerichtet. Auch das Essen ist lecker! Schade nur, daß der Kaltlufteinbruch das schöne Wetter am nächsten Morgen vertrieben hat. Föhn wurde versprochen, doch wir waren hier zu nah am Alpenhauptkamm.

Capanna Cristallina
Capanna Cristallina

Immer wieder regnete oder schneite es ein wenig. Wir hatten eigentlich vor, noch eine Nacht zu bleiben und auf die Cristallina zu steigen. Da es uns zu ungemütlich war, beschlossen wir, ersteinmal den Rückweg anzutreten und später zu entscheiden. Wieder am Ausgangspunkt (Robiei) angekommen, regnete es zwar noch ab und zu ein bißchen, aber einige Auflockerungen machten uns die Entscheidung leicht, noch eine Nacht in der Capanna Robiei zu verbringen.
Nachmittags konnten wir noch zusehen, wie ganz in der Nähe eine Ziegenherde von 3 Studenten gemolken wurde.

Am nächsten Morgen gingen wir bei bedecktem Himmel zum Lago dello Zött und folgten dem markierten Weg zum Pizzo Pecora. Der zeigte sich extrem stürmisch, bietet aber eine schöne Aussicht. Besonders beeindruckend ist der Tiefblick in die Val Bavona!
Nachdem wir zwar den Blick genossen, uns aber wegen des Sturms nicht lange aufgehalten hatten, gingen wir zurück zum Hang, der von den Gletschern glatt geschliffen wurde. Wir staunten nicht schlecht, als eine Gruppe von 4 Steinbock-Männchen recht gemütlich und zeitweise grasend den Hang hinaufging. Ich kam bis auf ca. 10 m zum Fotografieren heran! Wer würde diese Gelegenheit nicht nutzen!

Letzte Änderung: 13.2.2017 | Adresse: www.alpenfreunde.info/cristallina.php | Menü erstellt mit: Apycom jQuery Menus