Panorama von Punta Fea Nera

Vom Refuge du Petit Mont Cenis bis Ghigo di Prali


Lac Perrin Bild vergrößern Ruisseau de SavineBild vergrößern

Der Weg leitete uns vom Refuge auf einen Bergrücken, vorbei an einigen kleineren, aber hübschen Seen durch das Hochtal Ruisseau de Savine. Welch ein Wandergenuß, durch solch eine schöne Landschaft zu gehen!
Schließlich entlang am langen Lac de Savine zum Colle Clapier, wo wir wieder italienischen Boden betraten, was uns aber lediglich die Landkarte sagte. Über das Flüßchen Rio Clapier gibt es keine Brücke, außerdem führte er zuviel Wasser, um einfach mit Wanderschuhen hindurchzugehen, so daß wir ihn halt barfuß durchqueren mußten, was in Anbetracht des eiskalten Wassers etwas Überwindung kostete. Aber schließlich wollten wir ja das Rifugio Vaccarone erreichen. Die Hütte liegt sehr schön mit tollem abendlichem Blick in das Tal von Susa.

Arnica montana oberhalb Montagne Seu Bild vergrößern Malerei in UsseauxBild vergrößern

Der nette Wirt erklärte uns ausführlich die möglichen Wege, woraufhin wir von der Hütte ein Stück abstiegen, um dann wieder zum Passo Clopaca aufzusteigen. Von dort ging es bergab zum Rifugio Levi Molinari und am nächsten Tag hinunter ins Tal.
Durch den Gran Bosco di Salbertrand stiegen wir auf nach Montagne Seu zum Rifugio Arlaud und am folgenden Tag über wunderschöne, artenreiche Bergwiesen zum Grat, auf dem eine alte Militärstraße den Wandergenuß beeinträchtigte. Nach einiger Zeit konnten wir zum Glück auf einem Pfad absteigen in ein Tal, vorbei an der Alpe Assietta. An einer Stelle erwischten wir den falschen Weg, was uns aber das Glück bescherte, eine Aspis-Viper zu sehen. So erreichten wir schließlich Usseaux. An vielen Ortsnamen läßt sich eine nicht immer friedliche Vergangenheit ablesen. In dem sehenswerten Ort sind an vielen Wänden Gemälde zu entdecken, die das Ortsbild geradezu prägen. In der Unterkunft Agriturismo Pzit Rei trafen wir nach einer Woche zum ersten Mal wieder deutsche Wanderer.

Sonnenröschen vor dem Monte Ruetas Bild vergrößern

Am nächsten Morgen kurz hinunter ins Tal, dann kurz vor Laux rechts abbiegen durch Wald und schließlich durch freies Gelände zum Colle Albergian, von dem sich die Kuppe Punta Fea Nera schnell ersteigen ließ. Einen Teil des Panoramas von dort zeigt der Kopf unserer Internetseite.
Die Berghänge präsentierten uns zum Teil derart blumenreich, daß man schon fast Bedenken haben muß, die Fotos würden kitschig wirken, aber es war wirklich so bunt! Der Abstieg führte uns nach Balziglia, von wo uns die Wirte der Foresteria di Masello abholen wollten, was sie leider fast vergaßen, weshalb wir uns schließlich auf den Weg durchs Tal machten, bis sie uns dann doch noch antrafen und uns wenigstens das letzte Stück ersparten. Dort gab es nicht nur - wie in dem Urlaub fast täglich - ein vorzügliches Abendessen, sondern auch ein aus unserer Sicht reichhaltiges Frühstück, was in Italien keinesfalls üblich ist.

Roderetto Bild vergrößern

Der nächste Tag führte uns nicht in alpine Höhen, sondern über Roderetto nach Ghigo di Prali, einem touristisch geprägten Ort, dem jeder Charme der Bergdörfer mit ihrer schönen Architektur fehlt. Aber hier hatten wir nun einmal unser Hotel und damit den Ausgangspunkt für die Wanderung zum Rifugio Lago Verde.

Fortsetzung: Von Ghigo di Prali bis Serre di Val d'Elva

Letzte Änderung: 13.2.2017 | Adresse: www.alpenfreunde.info/etappe_13_2.php | Menü erstellt mit: Apycom jQuery Menus