Panorama von Punta Fea Nera

Viadukt bei Preda

Schon die Zugfahrt mit der Rhätischen Bahn von Thusis über Tiefencastel, Filisur und Bergün nach Preda sollte jeder einmal miterlebt haben. Die vielen Viadukte (nicht nur das berühmte Landwasser-Viadukt) und Kehrtunnel sind einfach faszinierend. Da braucht man kein Bahn-Fanatiker zu sein. Wir fuhren für die hier beschriebene Wanderung bis Bergün.
Von Bergün im Albulatal ins Tal Tuors verkehren sowohl Kleinbusse, die im Fahrplan der Postbusse stehen, als auch ein Bus eines Privatunternehmens. Das erspart einem die lange Latscherei durch dieses Tal bzw. den Autofahrern Parkgebühren. Möglichst reservieren!

Am Ortsende von Chants wählten wir den linken Weg, der viel schöner uns abwechslungsreicher ins Tal hineinführt. Anfangs durch Wald, kamen wir schon bald in offeneres Gelände. Der tosende Fluß Ava da Salect faszinierte immer wieder. Über einige Geländestufen gelangten wir schließlich zur Keschhütte des Schweizer Alpen-Clubs (SAC). Da wir schon mittags dort waren, hatten wir nach der Rast genug Zeit, um zum nahen Gletscher Vadret da Porchabella zu gehen.

Gletscher Vadret da Porchabella

Solch einen Gletscher aus der Nähe zu betrachten, ist ungemein beeindruckend und hier völlig ungefährlich. Obwohl einem Gletscher entspringend, war die "Gletschermilch" von völlig unterschiedlicher Farbe. Die Gesteinsart wechselt halt sehr schnell. Interessant sind auch die zahlreichen Pionierpflanzen, die sich hier auf dem nährstoffarmen Boden ansiedeln können. Wenn später einmal mehr Humus zur Verfügung steht, werden gerade diese Arten von anderen wieder verdrängt.

Nach einer Nacht in der gemütlichen Keschhütte und einem ausgiebigen Frühstück stiegen wir am nächsten Morgen auf den Hausberg, den Piz Forun. Leider ist der Weg nicht markiert, wie wir oft in Graubünden gesehen haben, daß zwar Wege zu Hütten und Pässen bestens markiert sind, aber nicht auf die Gipfel. So sucht sich halt jeder seinen eigenen Weg. Über die steilen grünen Flanken gewannen wir rasch an Höhe. Oben ist der Berg dann recht flach, gemütlich also der letzte Wegabschnitt zum Gipfel. Die Aussicht vom 3052 m hohen Piz Forun ist der Höhe entsprechend sehr umfassend. Das Foto mit der Keschhütte und dem Piz Kesch entstand allerdings vor dem eigentlichen Aufstieg.
Über die Aufstiegsroute, so man sie denn wiederfindet, zurück zur Hütte und durch das hübsche Tal wieder zurück bis Chants, von wo uns der bestellte Bus wieder nach Bergün brachte.

Weitere Wanderungen unseres Graubünden-Urlaubs:
vom Glaspaß zum Piz Beverin
von Splügen zu den Surettaseen


Letzte Änderung: 25.11.2015 | Adresse: www.alpenfreunde.info/kesch.php | Menü erstellt mit: Apycom jQuery Menus