Panorama von Punta Fea Nera

Schweiz - Kalkberge südlich des Vierwaldstättersees


Arnika und Orchideen
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Den Sommerurlaub 2018 wollten wir in der Schweiz verbringen und dabei für uns neue Gebiete kennenlernen. Aus dem Reusstal hatten uns schon vorher die markanten Kalkberge südlich des Vierwaldstättersees neugierig gemacht. Somit sollte die erste Woche dieser tollen Gegend gelten.
Nachdem die Deutsche Bahn ihrem Image mit deutlicher Verspätung gerecht wurde, es in der Schweiz aber wunderbar klappte, erreichten wir am 6. Juli mit dem letzten Regen den kleinen Ort Niederrickenbach, wo wir zwei Nächte im dortigen Pilgerhaus verbrachten. Das Personal ist ausgesprochen freundlich, das Essen hervorragend - eine sehr empfehlenswerte Unterkunft!

Blick vom Hang N Sassigrat zum Urnersee
Blick vom Hang N Sassigrat zum Urnersee

Der Folgetag war leider sehr trüb mit Nebel, auch wenn es nicht regnete. Danach wanderten wir weiter über das Steinalper Jöchli, wo sich nicht nur eine Pause anbot, sondern auch die leichte Besteigung des Aussichtsberges Brisen. Das linke Foto zeigt einen Blick von oben. Gerade noch rechtzeitig, bevor sich Wolken um die Gipfel bildeten.
Vom Jöchli aus hinunter nach Gitschenen, wobei der Weg durch Erdrutsche z.T. nicht mehr wirklich vorhanden war. Nach einer Übernachtung in Gitschenen folgte der Abstieg nach St. Jakob und der Aufstieg zur Biwaldalp auf 1695 m. Hier blieben wir ebenfalls 2 Nächte. Nachmittags lohnte es, zum nahen Sassigrat zu gehen, von wo sich der Urnersee erblicken läßt. Man beachte das in den Hang gemähte Herz in der Bildmitte! Bei der Musenalp ein Stück tiefer konnten wir leckeren Ziegenkäse kaufen.
Am nächsten Tag war der Uri Rotstock als Ziel vorgesehen, mit 2929 m sollte sich wohl eine prächtige Sicht bieten. Leider machte das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Der Regen beim Aufstieg hörte bald wieder auf, aber vom Gipfel gab es lediglich ganz kurze Sichtfenster, jedoch keinen umfassenden Blick.

Doline Nähe Windgällenhütte
Doline Nähe Windgällenhütte

Nachdem wir diese Region ein wenig kennengelernt hatten, war das nahe Maderanertal unser nächstes Ziel. Mit Zug und Bussen erreichten wir mit Bristen den Ausgangspunkt der Wanderung zur Windgällenhütte. Entgegen der Beschilderung fanden wir einen schönen, steilen, aber schattigen Weg, der uns schnell nach Seewen brachte, wo es dann wieder etwas steiler zur Hütte ging. Eine kleine Attraktion, an der sich besonders die Kinder erfreuten, dürften die vielen Lamas sein, die dort oben grasen.
Faszinierend sind auch die dortigen Dolinen, in die zahlreiche Bäche fließen und vielleicht irgendwo im Tal wieder zu Tage treten. Überhaupt ist das Maderanertal ausgesprochen reizvoll. Der Blick von der Hütte auf die umliegenden Berge, von denen einige Gletscher haben, ist großartig.

Blick vom Chli Windgällen ins Reusstal
Blick vom Chli Windgällen

Wenn wir schon in der Windgällenhütte übernachteten, war der Reiz groß, den Chli Windgällen zu besteigen. Die Schwierigkeit wird mit T6 angegeben, der höchsten Stufe der SAC-Skala für Wanderwege. Alpinistisch ist die Besteigung ohne Hilfsmittel kein großes Problem, wenn man auch gerne mal einen Felsen in die Hand nimmt. Vor allem weiter oben gibt es aber keine Markierungen, höchstens hier und da ein Steinmännchen. Man muß sich also gut merken, wo man hochgestiegen ist. Dafür bietet der Berg mit seinen 2987 m Höhe eine tolle Aussicht. Auch der Tiefblick ins Reusstal (Foto rechts) ist faszinierend.


Fortsetzung: Von Hütte zu Hütte in der Adula-Gruppe

Letzte Änderung: 24.8.2018 | Adresse: www.alpenfreunde.info/schweiz_2018_1.php